ich zitiere: " 23. Dezember: Christkind
Die Figur des Christkindes ist eine Erfindung von Martin Luther, der damit dem katholischen Nikolaus etwas entgegensetzen wollte. Zusammen mit dem Christkind führte Luther auch die Bescherung am 24. Dezember ein, zuvor bekamen Kinder nur am Nikolaustag Geschenke. Das Christkind ist entgegen der landläufigen Meinung nicht identisch mit Jesus. Es wird meist als blondes Mädchen mit lockigem Haar dargestellt."
(Adventskalender)
Tuesday, December 23, 2008
Thursday, December 18, 2008
Monday, December 15, 2008
Monologe
ab dem wievielten kadaver sind aufgehängte schweineleichen im hinterhof eigentlich unnormal? und müssen schwarze tauben automatisch immer selbstmordgefährdet sein?
Thursday, December 11, 2008
Monday, December 08, 2008
Konsterniertes Potpourri

Friday, October 24, 2008
Qualikos
Spätestens wenn die Anzahl der Bügel in deinem Kleiderschrank, die Auswahl deiner Pflichtlektüre und das Bild auf deinem Handtuch richtlich vorgeschrieben ist, sollteste du anfangen, eine Spinne an die Hand zu nehmen und unter höflichen Verbeugungen nach draußen zu geleiten.
Friday, October 10, 2008
Deep down in fairytail

Ein flüchtiger Gedanke nur, ein „was wäre wenn…?“ und „wie war das damals noch…?“, kaum gedacht, und schon mittendrin, im blitzenden Strudel aus Bilderfetzen. Ein Baum nur, da!, ein Stück des Weges! Manchmal muss man eben doch den Weg zurückgehen, nicht immer
nur geradeaus blicken, den Kopf stur nach vorne gewandt;
von Scheuklappen umringt.
feurig grün, gräsergrün, schlafend grün, funkelnd grün, tönend grün, sumpfig grün
Ein Schritt zurück, den Blick über die Schulter; und schon eingetaucht in eine Welt voller Wunder, Abenteuer und geheimnisvollen Wesen. Der Sand fällt nicht sondern steigt, die Zeiger drehen sich zurück, die Sonne erhebt sich bevor sie untergeht. Die Jahre spielen keine Rolle mehr, die Größe zu damals kaum mehr ein Unterschied. Alle Sorgen verpuffen in den sanften Strahlen einer müden Sonne, die mit sanften Fingern über die Nasenspitze streichen. Ein fröhliches Kinderlachen, ein verschwörerischer Blick; und schon folge ich dir im wilden Ritt über geheimnisvolle Pfade, in einem längst untergegangenen Reich, in dem Barrieren, Ängste, Sorgen und Älterwerden nicht existieren.
graugrün, verdorben grün, wuchernd grün, wächsern grün, glitzernd grün, schlammgrün
Da! Siehst du sie? Die Burg des alten Löwen! Tief verborgen in den Schatten hoher Bäume, königlich erhellt von goldenen Sonnenstrahlen. Sieh nicht zu genau hin, sonst fängt dich der Blick seiner bernsteinfarbenen Augen und lässt dich nie mehr wieder los! – Ein Blinzeln; und schon verwandelt sich das stolze Gemäuer in eine riesige, moosverhangene Baumwurzel. Nur eine Wurzel.
blitzend grün, goldgrün, modernd grün, schrecklich grün, lebendig grün, kristallgrün
Ein nervöses Kichern, der Kopf stolz erhoben; wie der des unsichtbaren Pferdes, auf dem man über Stock und Stein durch die dunklen Wälder flog – meines war stets weiß. Die Zügel fest in der Hand – ich weiß noch wie du mir zeigtest, wie man sie richtig hält – die Gerte geschwungen, und schon landete man in einer wundervollen Märchenwelt. Dort drüben! Der silberne Vogel! - Oder doch nur ein Stück helles Holz? Ich könnte schwören, gerade die knochige Nasenspitze eines Koboldes gesehen zu haben…
fichtengrün, gläsern grün, herbstlich grün, moosgrün, dunkelgrün, giftgrün
Ein so vertrauter Anblick, dass ein ganzes Zeitalter voller Tage, Jahre und Erfahrungen plötzlich gar keine Rolle mehr spielt. Mit jedem Schritt vorwärts ein Stück zurückgegangen, das Lied der Vergangenheit mit dem der Gegenwart vermischt. Und auf einmal erklingt eine völlig neue Melodie. Das Herz genau an der richtigen Stelle, eins mit dem ruhig gewordenen Strom; und unbewusst spielen meine Füße das alte Spiel: Nur auf die Steine und Wurzeln treten! Der Boden ist ein endlos schwarzer Abgrund, wer daneben tritt, stirbt! Das uralte, fast vergessene Gefühl steigt empor, durchbricht den grauen Schleier des Erwachsenseins, der Vernunft und des Verstands, zeigt sich in hüpfenden Bewegungen.
knallgrün, schmerzlich grün, strahlend grün, lindgrün, gruselig grün, unglaublich grün
Der Wald lichtet sich, die warme Dunkelheit wird vom hellen Blitzen durchbohrt. Wurzeln werden wieder zu Wurzeln, der Hügel ist wieder das was er mal war, und auch das schummrige Zwielicht ist nur noch ein Wechsel aus Licht und Schatten; nicht länger der verwunschene Schimmer einer geheimnisvollen Kinderwelt.

Sunday, October 05, 2008
Monday, September 29, 2008
Thursday, September 25, 2008
Monday, September 22, 2008
Saturday, September 20, 2008
Thursday, September 18, 2008
Absurde Gedankengänge
Und irgendwann endet man wie der kopflose Mann im Fenster, der mit dem weißen, strenggebügelten Hemd.
Tuesday, September 16, 2008
Monday, September 15, 2008
Sunday, August 17, 2008
nene, mir gehts gut!
"es ist einer der flagrantesten Beweise des menschlichen Hochmuts, daß jeder Leidende unglücklicher zu sein glaubt, als der andere, der neben ihm weint"
Alexandre Dumas - Der Graf von Monte Christo
Monday, July 21, 2008
Verzeihung, dürfte ich kurz?
Ein leerer Horizont, ohne Berge, ohne Tal, der Wirklichkeit scheinbar entrückt. Im blassen, fahlgesichtigen Sumpf der Stille und Trübsal. Gerade noch gesungen, gerade noch getanzt.
Der Himmel schien unendlich klar, die Sonne einem goldenen Feuerball gleich, die Dunkelheit von Myriaden von Sternen durchzuckt. Und die Bäume wiegten sich in zufriedener Zweisamkeit im lauen Luftzug. Das Wasser spritzt, der tiefe, blaue Ozean durchschneidet sein samtenes Tuch; eingetaucht in eine andere Wirklichkeit. Und plötzlich bekommt alles eine Bedeutung: der leise Klang eines fröhlichen Lachens, der tiefe Fall in einen braunen Sumpf, die Schallwellen eines verstrichenen Luftzuges, der hastige Griff nach vergangenen Zeiten. Die Zeit, ein teuflisches Ding. So schnell, so eilig, bei Zeiten. Und dann wieder so griesgrämig schleichend, hämisch herabgrinsend, oder einfach nur tödlich gelangweilt.
Ein letzter Blick, der Himmel steht noch. Ein ständiger, unaufhaltsamer Strom aus wiedergeborenen Regentropfen. Unbändige Freude versickert in der vertrockneten Wunde der völlig gesichtslosen Banalität. Erinnerung tauchen auf, blinzeln matt an die Oberfläche und tauchen wieder hinab in die grüne dunkle Stille einer Seele. Bilderschnipsel tanzen einen Reigen mit langvermissten Melodien und Tönen, Gefühle reichen sich die Hände; Hass und Bedauern in unausgesprochenem Einverständnis. Wie geht man um mit solchen Momenten? Hochkommen lassen, ergeben abwarten und wieder versinken lassen? Höflich verbeugend empfangen und floskelnd hinausbegleiten? Irre gackernd und schrill kreischend in die Arme schließen, so, als wäre nie etwas geschehen? Verzeih, das erscheint mir etwas unpassend, in dieser Lage.
Das Leben scheint abhängig von Geräuschen, Musik passt sich an und wirbelt durch den Raum. Ein Springen, hier und dort, und trotzdem kein Ziel in Sicht. Verwirrt, planlos, und doch beizeiten sogar glücklich. Ein wenig erstaunlich, möchte man meinen.
Der Himmel schien unendlich klar, die Sonne einem goldenen Feuerball gleich, die Dunkelheit von Myriaden von Sternen durchzuckt. Und die Bäume wiegten sich in zufriedener Zweisamkeit im lauen Luftzug. Das Wasser spritzt, der tiefe, blaue Ozean durchschneidet sein samtenes Tuch; eingetaucht in eine andere Wirklichkeit. Und plötzlich bekommt alles eine Bedeutung: der leise Klang eines fröhlichen Lachens, der tiefe Fall in einen braunen Sumpf, die Schallwellen eines verstrichenen Luftzuges, der hastige Griff nach vergangenen Zeiten. Die Zeit, ein teuflisches Ding. So schnell, so eilig, bei Zeiten. Und dann wieder so griesgrämig schleichend, hämisch herabgrinsend, oder einfach nur tödlich gelangweilt.
Ein letzter Blick, der Himmel steht noch. Ein ständiger, unaufhaltsamer Strom aus wiedergeborenen Regentropfen. Unbändige Freude versickert in der vertrockneten Wunde der völlig gesichtslosen Banalität. Erinnerung tauchen auf, blinzeln matt an die Oberfläche und tauchen wieder hinab in die grüne dunkle Stille einer Seele. Bilderschnipsel tanzen einen Reigen mit langvermissten Melodien und Tönen, Gefühle reichen sich die Hände; Hass und Bedauern in unausgesprochenem Einverständnis. Wie geht man um mit solchen Momenten? Hochkommen lassen, ergeben abwarten und wieder versinken lassen? Höflich verbeugend empfangen und floskelnd hinausbegleiten? Irre gackernd und schrill kreischend in die Arme schließen, so, als wäre nie etwas geschehen? Verzeih, das erscheint mir etwas unpassend, in dieser Lage.
Das Leben scheint abhängig von Geräuschen, Musik passt sich an und wirbelt durch den Raum. Ein Springen, hier und dort, und trotzdem kein Ziel in Sicht. Verwirrt, planlos, und doch beizeiten sogar glücklich. Ein wenig erstaunlich, möchte man meinen.
Thursday, May 29, 2008
Sie wünschen bitte?
Der Körper wachsam, die Augen in Bewegung, jede Regung verfolgend und kritisch wertend. Ein letzter Blick in die Runde und der Vorhang fällt. Während die Beute ihre Augen noch suchend umherschweifen lässt, weiß sie nicht, dass sie schon lange zum festgelegten Ziel geworden ist, verstrickt im Netz des Abends, unfähig sich zu befreien. Was wird geschehen? Was ist zu erwarten? Lob? Tadel? Ablehnung? Freudiges Erstaunen? Oder aber genervte Abweisung und stummer Argwohn?
Millionenfache Adrenalinstöße reichen sich die Hand, durchfahren den Körper von den Füßen bis zu den Haarspitzen. Der Rücken streckt sich, ein Lächeln erstrahlt, die Schritte werden forscher, die Schultern durchgedrückt, während die Fingerspitzen in einander verschränkt ein Eigenleben zu führen scheinen. Niemals ist diese Jagd die gleiche, stets eine Achterbahntour zwischen Talfahrt und hohen Bergen, mal mehr, mal weniger. Eine unbedachte Äußerung, eine zu hastige Bewegung, und schon ist das Gefühl, die zwischenmenschliche Beziehung, dieser Tanz für den Moment buchstäblich im Keller. Eine Akrobatik auf dem Hochseil der deutschen Sprache, bei dem man sich nur zu schnell im metaphorischen Sinne den Hals brechen kann.
Und der Tanz beginnt. Mit allen Sinnen bedacht, ein ständiges Geben und Nehmen, ein Vor und Zurück, der Jäger umtänzelt die Beute, schmeichelt ihr, versucht sie zu überzeugen, zu verkaufen, zu präsentieren, und doch dabei den Schein der Dinge zu wahren. Der Rückzug als Teil des Angriffs, kaum ein Auge verlässt den Ort des Geschehens. Die kleinste Bewegung, der kleinste Wink, und der Jäger ist zur Stelle, bereit, zuzustoßen, abzuwarten, zu täuschen, zu spielen.
Ist erst der erste Akt geschafft, die Finger, zärtlich den blinkenden Stahl umschmeichelnd, wie von selbst nach den langhalsigen, dünnen Stielen tastend, der Kerzenschein sich geheimnisvoll in der Flasche bricht und ein Muster aus grünen Katzenaugen auf das blütenweiße Tischtuch streut, die restliche Welt im Nebelschein der freudigen Beschäftigung versinkt, dann erwacht eine triumphale Regung des Hochgefühls. Der Jäger war erfolgreich, Sommelier und Gardemanger reichen sich die Hand, der Tanz beendet. Beute und Jäger trennen sich, möglicherweise nur ein Spiel für einen Abend, und doch in Erhabenheit und Desaster eng miteinander verbunden.
Monday, May 05, 2008
Wednesday, April 23, 2008
the hole inside
Es hat sich nicht viel verändert, nur der Wagen vorm Haus und die Tür steht weit offen,
als wäre jemand kurz raus.
Als wäre jemand gegangen und käme gleich zurück, nimmt dich in den Arm und kümmert sich um dich.
Sagt, mach dir keine Sorgen, du bist nicht allein und deckt dich zu mit den Worten:
Ich werde bei dir sein.
Es sind die Gedanken in kurzen Momenten, gedacht und verdrängt, um nicht weiter zu denken.
Die Schrankwand im Geiste schon dreimal zerschlagen, und wenn es so weit ist,
kann man es nicht ertragen.
Bleibt einfach nur stehen, und erkennt erst dann, dass man sich auf den Moment nicht vorbereiten kann.
Weil es nicht mal die Chance gab,
Weil man einfach gegangen ist,
Weil man einfach gegangen ist, als würde man ewig noch kommen und gehen und sich sehen.
Weil die Worte nicht reichen,
Weil Erinnerungen bleiben.
[kettcar]
Friday, April 04, 2008
Spiel von Licht und Schatten
Ein ständiger Wechsel von hell und dunkel, auf und nieder, wolkenhoch und endlostief. Ein scheinbar ewiger Kreislauf mit sich immer wieder wiederholenden Bewegungen, Momenten und Gefühlen. Kein Ende in Sicht, keine Möglichkeit, dem Teufelskreis zu entkommen, gefangen in der eigenen Traumwelt. Doch die Träume träumen sich langsam aus, die letzte Zugabe ist gespielt, die Musiker gehen nach Hause und nur noch ein kleiner Trupp hartgesottener Fans scheint krampfhaft zu versuchen, das Ende des Abends hinauszuzögern. Doch wie soll etwas hinausgezögert werden, wenn an seinem Ende gar kein Zweifel besteht, wenn es scheinbar seit Äonen in den Sternen geschrieben steht. Da hilft kein Betteln und Flehen, kein Hoffen und Bangen und auch kein länger Aufbleiben.
Auf Licht folgt Schatten, auf Dunkelheit ein neuer Sonnenstrahl. Aber was bringt jeder noch so funkelnde Blitz puren Lichtes, wenn er nach jedem blitzenden Lichtertanz in den Abgrund zurück gesogen wird? Die gleichmäßigen Wechsel scheint beruhigend, wie der Blick auf ein endloses graugrünes Meer mit stetigen heranfließenden und zurückweichenden Schaumkronenwellen, hinterlegt mit der eintönigen, einschläfernden, melancholischen Musik der Wasserelemente. Irgendwann haben die Töne und Schleier etwas Hypnotisches und es ist zu spät, den Blick auf den klaren blauen Himmel zu richten, der sich so gar nicht in den Wassermassen spiegelt. Tief versunken in den Anblick der immer wiederkehrenden Unendlichkeit verliert man den Blick für die Umgebung, den Blick für das wahre Leben, den Blick für das, was außerhalb dieses beschränkten Blickwinkels liegt.
Ein Seufzer, ein zweiter Blick und doch nur wieder die Bestätigung, das irgendwie auch beruhigende Gefühl, es hat sich nichts geändert, der Kreis nimmt seinen Lauf, immerfort, immerdar. Der Wunsch nach etwas Anderem erwacht, der Traum von etwas Größerem erblüht wie eine kleine lila Kaktusblüte, mitten in einer Wüste voller grauer Wellen. Und doch, chancenlos. Die Realität driftet ab, das Äußere verblasst, und nur dieser eine winzigkleine Bereich erschillert in allen nur erdenklichen Farben eines grasgrünen Regenbogens. Das Leben rückt zur Seite und macht Platz, und wieder einmal versinkt man in dem verlockenden Sumpf eines Traumes, dessen Erwachen dafür umso bitterer ist.
Friday, March 07, 2008
All the feelings that we left below
One way only, nur hin, kein zurück. Genau 70 € würde mich das jetzt kosten. Gepäck? Wer braucht schon Gepäck? Alles hinter sich lassen, endlich wieder frei sein, den Wind, oft so scharf und kalt, dann wieder neugierig und sanft auf der blassen Haut spüren. Der Himmel so grau, bedeckt und drückend, und doch so unbeschreiblich typisch.
Und plötzlich ein Wolkenloch – ein strahlend blitzendes Blau, fast schon stechend ungewohnt. Und die Welt wird zum Märchen: die Wirklichkeit bricht, das fahle, nasse Grün erwacht zum Leben, alles glitzert und blinkt in diesem einzigen Sonnenstrahl. Du atmest ein und eine unglaubliche Kraft erfüllt deine Lunge, deinen Körper, dein Herz. Der Wind, auf einmal so zart und warm, lieblich und verspielt streicht er durch die Gräser, singt und tanzt sein eigenes Lied. Der Klang der Wellen erscheint vorsichtiger, zurückhaltender, lockend. Eine Wärme durchfährt die Glieder, legt sich sanft auf die klammen Hände und drängt die Kälte zurück. Und tief in deinem Herzen erwacht ein leises Echo.
Ein Augenblick nur, eher gemessen in Sekunden als Minuten. Und doch ein unvergleichlicher Moment, die Kehrseite des äußerlichen Scheins. Das Wolkenloch schließt sich, dieser Blick auf eine andere Welt, tief verbunden mit etwas in dir drin, unbewusst und doch plötzlich zum Vorschein gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes ans Tageslicht getreten. Der Wind ist wieder eisig, das Brausen der Flut dröhnt in den Ohren, ein ständiger nervender Nieselregen fällt herab. Doch immer noch ist dieses Bild vor Augen, das Bild von dem, was hätte sein können, was ist, verborgen hinter dem Schein des Hier und Jetzt.
Und plötzlich ein Wolkenloch – ein strahlend blitzendes Blau, fast schon stechend ungewohnt. Und die Welt wird zum Märchen: die Wirklichkeit bricht, das fahle, nasse Grün erwacht zum Leben, alles glitzert und blinkt in diesem einzigen Sonnenstrahl. Du atmest ein und eine unglaubliche Kraft erfüllt deine Lunge, deinen Körper, dein Herz. Der Wind, auf einmal so zart und warm, lieblich und verspielt streicht er durch die Gräser, singt und tanzt sein eigenes Lied. Der Klang der Wellen erscheint vorsichtiger, zurückhaltender, lockend. Eine Wärme durchfährt die Glieder, legt sich sanft auf die klammen Hände und drängt die Kälte zurück. Und tief in deinem Herzen erwacht ein leises Echo.
Ein Augenblick nur, eher gemessen in Sekunden als Minuten. Und doch ein unvergleichlicher Moment, die Kehrseite des äußerlichen Scheins. Das Wolkenloch schließt sich, dieser Blick auf eine andere Welt, tief verbunden mit etwas in dir drin, unbewusst und doch plötzlich zum Vorschein gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes ans Tageslicht getreten. Der Wind ist wieder eisig, das Brausen der Flut dröhnt in den Ohren, ein ständiger nervender Nieselregen fällt herab. Doch immer noch ist dieses Bild vor Augen, das Bild von dem, was hätte sein können, was ist, verborgen hinter dem Schein des Hier und Jetzt.
Die Augen geschlossen, die Musik auf voller Lautstärke, und alle Bilder sind wieder da. Die Kirchen und Ruinen, die breiten, uralten Straßen voller Menschen und kleiner Läden. Die Busse – Doppeldecker -, ständig bereit, zu jedem Ort zu fahren, den du sehen willst. Die lange Zugfahrt, eingeklemmt zwischen Tür und Rucksack, nur auf einen klapprigen Sitzhocker gequetscht, das Buch auf dem Schoß. Und dann der Blick aus dem Fenster, der erste Blick auf das Meer, so nah, so erreichbar, so unglaublich. Das Gewitter, bei dem der Donner die Trommelfelle platzen ließ und der Regen die Knie durchweichte. Dieser unglaublich grüne, imense, nie enden zu wollende Berg. Diese einen fantastischen Kekse. Das weiße Pferd, welches angeblich bewegungslos in den Augenwinkeln loszugaloppieren scheint, bis in den Himmel. Die kleinen Kinderhände, die sich nach anfänglicher Scheu mit so viel Tatendrang fordernd in dein Leben drängen und nach ständiger Aufmerksamkeit schreien. Diese unbeschreibliche Freiheit, dieses Gefühl, alles erreichen zu können, einfach draufloszuschreien, sich selbst gefunden zu haben, endlich zu wissen, wer man ist. Im Grunde genommen unbeschreiblich. Und doch voller Verlangen hinausposaunt zu werden.
Thursday, March 06, 2008
Monday, February 11, 2008
panzerschlacht im sommerregen
muss die vollidioten grüßen
also wo fängt's an, wann wird es enden
vielleicht schaffe ich es irgendwann kurz bevor ich einschlafe
gang 5 und gleich 180schließe die augen, zähle bis 10
also wo fängt's an, wann wird es enden
vielleicht schaffe ich es irgendwann kurz bevor ich einschlafe
gang 5 und gleich 180schließe die augen, zähle bis 10
was für nervenstränge sollen das denn sein?
kann mir irgendwer erklären
warum sterne eigentlich verglühen?
Na, ein glück, dass wir das klären - money left to burn.
das gegenteil von gut ist gut gemeint
atme ein, atme aus, du hast immer die wahl
der teil, den ich versteh ist:home ist nun mal where your heart is
uns geht's wirklich gutund ja, unsere kunst hält ewig
jetzt geht der fallschirm auf, na dann herzlich willkommen zuhaus
viel glück heut nacht und viel glück demnächst
und 8 und 9. hip hip hurra
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